Irrlicht
Grafikzyklus & Keramik
Ausstellung im Tonhaus in Bozen, Februar/März 2007
Das Irrlicht spielt mit unseren Sinnen, sowie der Traum uns auf eine ungewollte Reise schickt. Dies kann unsere Wahrnehmung erweitern, uns aber auch verstören. Sobald ein Mensch von einem Irrlicht geblendet wird, gibt es für ihn zwei Möglichkeiten: entweder er versucht seine eigene Spuren zurückzuverfolgen, oder er gerät in Panik und gefährdet durch unüberlegtes Handeln sich selbst und andere. Im Zurückverfolgen der eigenen Spuren ergeben sich dabei verblüffende oft verworrene Muster, die selten oder nur teilweise entschlüsselt werden können. Aber genau darin liegt der Grund unseres Handelns. Manchmal sind es einfache Zeichen, schnell entschlüsselt, verspielt und schwebend leicht, andermal verworren und unauflösbar, trotzdem rhythmisch angeordnet, wobei oftmals bekannte Schriftzeichen oder ganze Schriftzüge auftauchen und wieder verschwinden, verwischt und verbannt vom Irrlicht.